Ärger mit neuem Lenovo ThinkPad T60 Notebook

Gespeichert unter Allgemein 0 Kommentar(e)

Als vor Kurzem der Kauf eines neuen Notebooks anstand, konzentrierte sich die Wahl schnell auf das Apple MacBook Pro und das Lenovo ThinkPad T60. Ich entschied mich schließlich für das ThinkPad T60, da es robuster ist und ich nicht ständig darauf achten möchte, keine Kratzer ins schöne MacBook zu machen. Das T60 wurde noch unter der Leitung von IBM (s.u.) entwickelt und gilt allgemein als ausgereift und zuverlässig.

Als ich das ThinkPad auspackte, musste ich allerdings feststellen, dass das aufgespielte Betriebssystem nicht starten wollte. Bei jedem Start kam die Meldung die Installation sei nicht korrekt, ich solle doch bitte neu installieren. Auf die Bestätigung der Meldung mit OK folgte dann immer ein Neustart.

Da das ThinkPad T60 in der von mir bestellten Variante UT0QPGE gut 1.900,- Euro kostet, erwarte ich, dass es „out of the box“ einwandfrei funktioniert. Das Erste, was ich damit machen möchte, ist sicherlich nicht eine Neuinstallationsarie inklusive Treibersuche und Anpassung an das spezifische Gerät. Insbesondere wenn ich nicht weiß, ob es vielleicht doch ein Hardwaredefekt ist. Also wendete ich mich an den Lenovo-Support.

Im Gegensatz zu früher bei IBM gibt es bei Lenovo leider keine Dead-On-Arrival-Regelung für ThinkPads. Eine DOA-Regel erlaubt es Support-Mitarbeitern ein Neugerät als funktionsuntüchtig ab Werk zu deklarieren. Hätte ich eine DOA-Bestätigung in der Hand, könnte mein Händler das ThinkPad-Notebook einfach über den Großhändler austauschen.

Auch Recovery-CDs würden zwar nicht gegen den Ärger aber zumindest bei der Problemanalyse helfen. Vielleicht reicht ja ein simple Neuinstallation. Doch Recovery-CDs sucht man beim Lenovo ThinkPad T60 vergeblich. Diese kann der Support zwar zuschicken, allerdings dauert das ca. 14 Tage. Das Einsenden des defekten Notebooks und das Neueinspielen der Software durch den Support dauert dagegen nur 7 Tage.

Und dann ist da ja noch das Thema „Display“. Ein entscheidender Grund für die Wahl zwischen MacBook Pro und ThinkPad T60 war das Fehlen eines Spiegels. Beide Notebooks gibt es mit entspiegelten Bildschirmen. Ich weiß nicht, was hinter dem allgemeinen Trend zu spiegelnden Displays steckt (und wer solche Modelle kauft). Für mich ist ein spiegelnder Bildschirm jedenfalls ein absolutes Ausschlusskriterium. Um so mehr ärgert mich, dass mein ThinkPad T60 einen Pixelfehler hat. Einen ständig rot leuchtenden Punkt mitten auf dem Bildschirm. Das alleine sollte ein Umtauschgrund sein. Lenovo sieht das anders. Erst ab 11 (!) Pixelfehlern spricht man von einem Defekt. Bei der Einführung einer Technologie mag manches ja noch hinnehmbar sein. Aber inzwischen kann man wohl nicht mehr davon sprechen, dass die TFT-Technologie neu ist. Es ist an der Zeit, dass die Hersteller zumindest in den höheren Preislagen eine Null-Fehler-Garantie geben.

Die ThinkPad-Notebooks von IBM haben eigentlich seit Jahren einen guten Ruf als verlässliche Rechenknechte für Leute, die viel unterwegs sind. In meiner Zeit bei Adobe Systems habe ich selbst mit einem ThinkPad gearbeitet und war damals rundum zufrieden. Im Jahr 2005 trennte IBM sich von seinem PC-Geschäft und die chinesische Firma Lenovo ist seither für die Weiterentwicklung und den Support der ThinkPads verantwortlicht. Wie es scheint hat Lenovo zumindest den Support deutlich heruntergefahren und fühlt sich nicht mehr zu hoher Qualität verpflichtet.

Ob auch die Entwicklung gelitten hat, kann ich erst sagen, wenn ich das T60 wieder in Händen halte. Auf jeden Fall kommt in Kürze das Nachfolgemodell, das Lenovo ThinkPad T61. Das T61 soll kühler und leiser sein. Aber was hilft’s, wenn die elementaren Dinge nicht funktionieren!?!

Von Thomas Kötter   @   10 Mai 2007 0 Kommentar(e)
Tags : , , , , , , ,

Share This Post

RSS Digg Twitter StumbleUpon Delicious Technorati

0 Kommentar(e)

Sorry, comments are closed.

Vorheriger Beitrag
«
Nchster Beitrag
»
Delighted Black designed by Christian Myspace In conjunction with Ping Services   |   French Teacher Jobs   |   Maths Teacher Jobs